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Der richtige Payment Mix – besser im Paket

Die richtige Auswahl von Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, ist essenziell für den Erfolg im Online-Handel. Eine neue Studie zeigt, welche Zahlungswege im Payment Mix nicht fehlen sollten. Und wie funktioniert es besser? Mit Individuallösungen oder im Paket?

Foto: contrastwerkstatt / fotolia.com

Rund die Hälfte aller Online-Shopper brechen den Kaufvorgang ab, wenn die gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird. Das ist ein echter Konversionsraten-Killer. Um so wichtiger ist es für euch Shopbetreiber, mit Blick auf die von den Kunden bevorzugten Zahlungsarten stets am Puls der Zeit zu bleiben. Die EHI-Studie von 2016 zeigt die aktuellsten Präferenzen der Webshopper. Aber wie könnt ihr auf die jeweils aktuellen Trends reagieren, ohne euch in endlose Einzelverhandlungen mit Payment-Providern zu begeben? Hier kommt ein Überblick.

Erst die Ware, dann das Geld

Deutsche Online-Shopper sind traditionell sehr sicherheitsorientiert. Für den Löwenanteil unter ihnen gilt beim Online-Einkauf das Motto „Erst die Ware, dann das Geld“. Darauf müssen sich die Händler bei der Zusammenstellung der von ihnen angeboten Bezahlarten einstellen. Dem Sicherheitsbedürfnis deutscher Kunden entsprechen am besten der Kauf auf Rechnung, über Paypal sowie mit Lastschrift. Laut EHI-Studie werden 29 Prozent der E-Commerce-Umsätze per Kauf auf Rechnung erzielt, Paypal folgt auf Platz zwei mit einem Marktanteil von 19,6 Prozent. 19,3 Prozent der Umsätze werden per Lastschrift bezahlt.

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Kreditkarten gewinnen im Payment an Bedeutung

Zahlungen per Kreditkarte belegen mit einem Anteil von zwölf Prozent Rang vier. Hier ist die Tendenz nach 10,8 Prozent im Vorjahr allerdings steigend. Die Bezahlart gewinnt also an Bedeutung. Das EHI führt diese Entwicklung auf die Deckelung der Interchange-Gebühren auf 0,3 Prozent zurück. Durch die gesunkenen Gebühren ist es für Händler attraktiver geworden, ihren Kunden diese Zahlungsart anzubieten. Daher sollte auch diese Zahlungsart in eurem Payment-Mix möglichst nicht fehlen. Weniger wichtig aber keineswegs völlig bedeutungslos sind Zahlungen per Vorkasse, Nachnahme oder Sofortüberweisung.

Payment: So wenig wie möglich – so viel wie nötig

Da jede Bezahlart grundsätzlich mit finanziellem und organisatorischem Aufwand verbunden ist, gilt für euch Online-Händler natürlich der Grundsatz: So wenige Bezahlarten wie möglich, aber auch so viele Zahlungswege wie nötig. Hier stehen sich Investment und mögliche Verluste bei eurer Konversionsrate unerbittlich gegenüber. In diesem Zusammenhang steht auch die Frage im Raum, ob es für euch mit Blick auf die Kosten und vor allem den administrativen Aufwand mehr Sinn macht, die erforderlichen Zahlungswege einzeln zu verhandeln und zu installieren, oder bei einem Payment-Provider ein Rundum-Sorglos-Paket zu buchen.

Bezahlwege: Paketlösung oder Einzellösungen?

Aus monetärer Sicht ist die Entscheidung, mit den gewünschten Zahlungsdienstleistern zusammen zu arbeiten, natürlich eine jeweils individuelle betriebswirtschaftliche Rechenaufgabe. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings auch der technische Aufwand der Anbindung von Zahlungswegen. Entscheidest du dich für Einzellösungen, bedeutet das für dich pro Zahlungsart aus technischer Perspektive in der Regel auch jeweils eine Schnittstelle im Backend deines Shops. Und Schnittstellen können auch potenzielle Fehlerquellen sein. Administrativ hast du bei fünf oder sechs Partnern im Zahlungswesen natürlich auch fünf oder sechs Einzelverträge. Das kostet Zeit.

Für kleine oder mittlere Online-Händler liegt es meiner Meinung nach also nahe, mit einem Payment-Provider ein Gesamtpaket für den jeweils gewünschten Payment Mix abzuschließen. Ein Ansprechpartner, eine Schnittstelle.

Ein Beispiel: VersaCommerce Pay deckt rund 90 Prozent der Umsätze ab

Exemplarisch möchte ich einen Blick auf eine der angesprochenen Paketlösungen werfen. VersaCommerce Pay fasst mit der SEPA Lastschrift, Kauf auf Rechnung, Paypal, Giropay, Sofortüberweisung und den in Deutschland populärsten Kreditkarten MasterCard und Visa sechs Zahlungswege in einem Paket zusammen, die, gemessen an den Ergebnissen der oben zitierten EHI-Studie, mehr als 90 Prozent der Umsätze im deutschen E-Commerce abdecken. Dabei ersparst du dir das umständliche Prozedere, dich bei jedem einzelnen Payment-Anbieter registrieren und verifizieren zu müssen. Die transaktionsabhängigen Kosten sind entweder genauso teuer, wie beim jeweiligen Anbieter direkt, oder sogar günstiger.

VersaCommerce Pay ist dann einsetzbar, wenn dein Shop auf der Software von VersaCommerce läuft. Mir geht es allerdings mehr darum, die Vorteile von Paketlösungen im Bezahlverfahren gegenüber Einzelinstallationen insbesondere für kleine und mittlere Shops zu beleuchten.

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